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Gene aus Nabelschnurblut sichern

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In den letzten Jahren kam es immer wieder zu Diskussionen um die Stammzellenforschung. Die Gewinnung von Stammzellen aus Nabelschnurblut rückte dabei nur allzu oft in den Fokus der Diskutanten. Die Sorge war hier, dass ein Kind nur aus dem Grund gezeugt werden könnte, ein anderes zu retten. Diese Fälle wurden von Medienöffentlichkeit hierzulande mehr als kritisch beäugt.

Doch von der Öffentlichkeit beinahe unbemerkt ist die Technik bereits schon viele Schritte weiter. Niemand muss mehr aus technischer Sicht auf das oben kurz genannte Verfahren zurückgreifen. Längst ist es möglich, Stammzellen aus Nabelschnurblut zu extrahieren und über einen längeren Zeitraum aufzubewahren.

Hierfür muss lediglich das Blut aus der Nabelschnur nach der Geburt entnommen und kryokonserviert werden. Das bedeutet, das extrahierte Blut wird bei weniger als -190 Grand Celsius eingefroren. So kann es bedenkenlos aufbewahrt werden, ohne dass die enthaltenen Stammzellen Schaden erleiden. Diesen Service bieten sowohl private als auch öffentliche Blutbanken an.

Allerdings gibt es hier wesentliche Unterschiede. Die privaten Blutbanken bieten den Familien an, dass Blut für den späteren individuellen Gebrauch aufzubewahren. Dieser Service kostet natürlich Geld. Mindestens 8.000 Euro müssen Eltern hier aufbringen. Allerdings hat dieses Verfahren einen unschlagbaren Vorteil: Wird im späteren Leben des Kindes einmal eine Behandlung mit Nabelschnurblut notwendig, ist sofort passendes Material verfügbar.

Öffentliche Blutbanken bewahren Nabelschnurblut für die Allgemeinheit auf. Die Spenden stehen hier allen bedürftigen Patienten zur Verfügung. Im Falle eines Falles wird also bei einer dieser Blutbanken angefragt, ob passendes Material verfügbar ist. Sollte dies nicht der Fall sein, muss der Patient so lange auf die lebensrettende Spende warten, bis eine passende zur Verfügung steht.